Peter

peters kolumne

Peter Adam: Ehrenamtler und Gast der Gruppe Punk & Skins im SC

Der leidige Frühjahrsputz wird bei mir immer Anfang Januar erledigt, "dann hat man's wenigstens hinter sich", flüstert mein besseres Ich mir zu. Na dann ran an das verstaubte olle Bücherregal und die alten selbstgeschriebenen Texte, "schmökern wir mal ein wenig", raunt mir mein noch besseres Ich zu, um die bevorstehenden Qualen ein wenig zu verschieben. Nach wenigen Stunden des Nicht-Putzen fällt es mir auch schon in den eigenen Schoß: das allerbeste Gedicht, eine Quelle wahrer Freude und überschäumender Glückseligkeit, dass je meine Hirnwindungen ersonnen haben, und nun kommt's: Der Titel: Ich bin ein P.: ja da staunt der Laie, ein Titel, der allein schon zu Standing Ovations hinreißt. Es folgt aber noch mehr grandioser Text, keine Bange. Jetzt: Ich bin eine prima Persönlichkeit / Ein Pan und ein Prinz / nicht panisch noch praktisch / doch putzig ohne Prinzip / Ich bin eine Pause / Eine plaudernde Perle / nur wegen des Pott und der Promille / bin ich so platt / manchmal auch patzig / Ich bin ein P. Wem jetzt keine Tränen in die Augen schießen, der ist Leid nicht gewohnt. Ich muss mit sowas leben. Und dann soll ich auch noch putzen, also wirklich…

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